Am 18. Dezember 2025 startete die Partnerschaft für Demokratie Dresden mit einem erweiterten Netzwerktreffen in eine neue Entwicklungsphase. Dabei kamen Vertreter:innen von Initiativen, Vereinen und aus der Verwaltung in der Agora des Stadtforums zusammen, um über Perspektiven und Potenziale für die Stadt Dresden zu diskutieren.

Eröffnet wurde das Treffen von Oberbürgermeister Dirk Hilbert. Er würdigte das wichtige Engagement der zivilgesellschaftlichen Akteure und betonte die starke Relevanz des erweiterten Netzwerks, das auf mehr Austausch, Zusammenarbeit und eine stärkere Wirksamkeit der Demokratieförderung der Stadt abzielt. Danach wurde seitens des federführenden Amtes und der Koordinierungs- und Fachstelle die Zielsetzung der Partnerschaft für Demokratie für das Jahr 2026 vorgestellt und erfolgreiche Projekte aus 2025 wertgeschätzt.

Im Anschluss fanden drei parallele Workshops statt, die Raum für Diskussion, Erfahrungsaustausch und erste strategische Impulse boten. Im Fokus standen aktuelle Herausforderungen für demokratiefördernde Projekte, Potenziale guter Beteiligung sowie der Umgang mit Demokratieskepsis und Vertrauensverlust.

KI generiert: Das Bild zeigt eine Gruppe von Menschen, die sich in einem modernen Veranstaltungsraum versammelt haben, um einer Präsentation oder Rede zuzuhören. Im Hintergrund sind große Fenster und stimmungsvolle Beleuchtung zu sehen.

Zentrale Impulse aus den Workshops

Ein zentrales Anliegen der Koordinierungs- und Fachstelle ist es, die Impulse aus den Workshops in konkrete Handlungsempfehlungen zu überführen und diese im Jahr 2026 weiterzuverfolgen.

Im Workshop zu aktuellen Herausforderungen demokratiefördernder Projekte standen praxiserprobte Ansätze im Mittelpunkt. Als besonders wirksam wurden niedrigschwellige, dialogorientierte Formate benannt, die statt Wissensvermittlung vorrangig den Austausch und persönliche Erfahrungen in den Vordergrund stellen – etwa Gesprächsformate in der Straßenbahn oder wiederkehrende Veranstaltungsformate wie beispielsweise die „Happy Mondays“ in Bautzen.

Die Arbeit mit jungen Menschen wurde dabei aufgrund der positiven Energie und des Gestaltungswillens als große Ressource beschrieben. Erfolgreich sind vor allem Angebote, die persönliche Ansprache sowie Begegnung ermöglichen und an konkrete Lebensrealitäten anknüpfen.

Im Workshop zur guten Beteiligung wurde deutlich, dass echte Mitgestaltung klare Rahmenbedingungen braucht: eine sorgfältige Auftragsklärung, politischen Willen, Zeit sowie lebensweltnahe Themen und geschützte Räume. Besonders in der Jugendbeteiligung sind langfristige Strukturen und eine Verankerung in Gremien wichtig, damit Engagement nicht von Einzelpersonen abhängt. Ebenso zentral sind verlässliche Netzwerke zwischen Zivilgesellschaft, Politik und Verwaltung sowie eine klare Wertschätzung und Kommunikation von Beteiligung als demokratisches Grundrecht.

Der Workshop zu Demokratieskepsis und Vertrauensverlust zeigte, dass skeptische Haltungen in unterschiedlichen sozialen und digitalen Räumen anzutreffen sind. Mehrfach wurde betont, dass Demokratie als Begriff oft abstrakt bleibt. Um Vertrauen zu stärken, müsse Demokratie erfahrbar und greifbar gemacht werden. Wichtig sei es, die eigenen fachlichen und politischen „Blasen“ zu verlassen und stärker in die Lebenswelten der Menschen hineinzugehen.

Im abschließenden Blitzlicht wurde der Wunsch nach stärkerer Vernetzung und Sichtbarmachung von Synergien geäußert. Austauschformate mit Politik und Verwaltung, generationsübergreifende Ansätze sowie eine lebensweltorientierte Bildungsarbeit wurden als wichtige Perspektiven benannt.

Ausblick auf 2026

In diesem Zuge möchten wir allen Beteiligten für ihr Engagement und die konstruktive Atmosphäre danken. Das Treffen hat gezeigt, wie wichtig der gemeinsame Dialog für eine wirksame Demokratieförderung in Dresden ist. Daher ist auch 2026 geplant, das erweiterte Netzwerk wieder zusammenzubringen und an den genannten Impulsen und Themen anzuknüpfen.